10 essentielle Safari Tipps - das solltest du vor deiner ersten Safari wissen
- jorismachholz

- 24. Dez. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 8. Jan.
Im März 2025 hat es mich nach Namibia gezogen. Das Land hat mich schon lange fasziniert – endlose Weiten, einzigartige Natur und eine farbenfrohe Tierwelt. Große Raubkatzen, gepanzerte Nashörner und andere exotische Tiere soll es im Etosha Nationalpark geben. Das wollte ich mir genauer ansehen.
Bereits vor vielen Jahren habe ich meine erste Safari in Südafrika genießen können. Jetzt möchte ich nochmal auf Tierbeobachtung gehen. In diesem Beitrag gebe ich dir wertvolle Tipps, die ich selbst gerne vor meiner ersten Safari gewusst hätte. Einen Bonus-Tipp gibt es noch am Ende. Dranbleiben lohnt sich!
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1. Die beste Tageszeit: früh morgens & kurz vor Sonnenuntergang
Die Tierwelt richtet sich nach der Hitze. Die aktivsten Phasen sind Sonnenaufgang und Golden Hour am Abend. Mittags ist oft wenig Bewegung – die perfekte Zeit für eine Pause, Datensicherung oder einfaches Beobachten. Außerdem ist es in der Mittagshitze sehr heiß. Deshalb machen auch die Tiere eine Pause und suchen sich schattige Plätze.
2. Weniger ist mehr – nimm nicht zu viel mit
Auf Safari brauchst du kein komplettes Studio. Ein Rucksack, der schnell zugänglich ist, reicht völlig aus.
Essentials:
Kamera + Backup-Body (falls vorhanden)
1–2 Objektive (z. B. Tele + leichtes Weitwinkel)
Ersatzakkus & Speicherkarten
Fernglas
Wasser
Meine Kamera-Ausrüstung bestand aus einer Sony Alpha 7iv + dem Sony 200-600mm und einer Sony Alpha 6400 mit dem 24-70 GM.
3. Staub ist dein größter Feind
Safari bedeutet: Sand, Staub und Vibrationen. Objektivwechsel im Jeep solltest du möglichst vermeiden.
Tipp: Ein Objektiv pro Kamera oder Wechsel nur bei Windstille.

4. Kleidung: funktional, ruhig, unauffällig
Vergiss Safari-Klischees – wichtig ist:
gedeckte Farben (Beige, Oliv, Grau)
lange Ärmel gegen Sonne & Insekten
Schichten für kalte Morgen
Kein Weiß (reflektiert), kein Schwarz (zieht Hitze an).
5. Geduld schlägt Technik
Die besten Safari-Momente entstehen nicht durch Serienbilder, sondern durch Beobachtung. Manchmal passiert 30 Minuten lang nichts – und dann geht auf einmal alles ganz schnell. Safari ist Achtsamkeit, Konzentration und Beobachtung.

6. Höre auf die Guides – sie sehen, was du nicht siehst
Gute Guides lesen:
Spuren
Vögel
Wind
Geräusche
Wenn sie stoppen: nicht sofort fotografieren, sondern schauen. Oft folgt der eigentliche Moment erst danach.
Bestes Beispiel: Die Geparden! Früh morgens hat eine Gruppe Gnus vor uns im Eiltempo die Straße gequert. Ich dachte, unser Auto hat die Tiere aufgeschreckt. Der Guide hielt jedoch an und sagte: "Lass uns mal 1-2 Minuten warten." Und dann haben sie die Jäger aus dem Gebüsch gewagt. Ein wirklich einzigartiger Moment!
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7. Fahr nicht nur „auf Sicht“, sondern mit Gefühl
Nicht jedes Tierfoto muss ein Close-up sein. Denk an:
Umgebung
Licht
Linien
Weite
Manchmal erzählt ein Tier in der Landschaft mehr als ein Porträt.

8. Plane Pausen ein – mental & kreativ
Safari ist intensiv. Viele Eindrücke, frühe Starts und wenig Schlaf. Nimm dir bewusst Zeit für:
Offline-Zeit
kurze Notizen
kleine Reflexionen
Das vertieft deine Bilder – und deine Erinnerungen.
9. Respekt vor Tieren & Natur steht immer über dem Foto
Kein Bild ist es wert, Tiere zu stressen, Regeln zu brechen oder Abstände zu ignorieren. Die stärksten Bilder entstehen aus Respekt, nicht aus Druck.
10. Lass Platz für das Unerwartete
Plane – aber nicht zu viel. Manche der besten Safari-Momente:
waren nicht geplant
passten nicht ins Konzept
wurden nicht perfekt fotografiert
Und sind trotzdem unvergesslich. Auf einer Safari hast du keine Garantie, die Big Five zu sehen. Das macht es aber auch spannend!

Bonus Safari Tipps: Die richtige Jahreszeit entscheidet über deine Safari-Erlebnisse
Die Wahl der Jahreszeit hat einen enormen Einfluss auf Tierbeobachtungen – oft mehr als Ausrüstung oder Technik. Wir waren im März in Namibia, also noch in der Regenzeit. Die Landschaft ist dann grün und dicht bewachsen. Wege sind stellenweise nass oder schlammig, und es gibt teilweise große Pfützen, für deren Durchquerung du wirklich ein großes Auto brauchst!
Was das bedeutet:
Die Wildtiere sind nicht auf die rar verfügbaren Wasserlöcher angewiesen.
Tiere verteilen sich großflächiger oder halten sich im Dickicht auf.
Begegnungen wirken natürlicher, aber weniger "planbar".
Klassische „alle Tiere am Wasserloch“-Szenen sind seltener.
Gerade in Regionen wie Etosha National Park zeigt sich der Unterschied sehr deutlich:
Trockenzeit (ca. Mai–Oktober):
Wenige Wasserstellen
Hohe Tierdichte an bekannten Spots
Sehr gute Chancen auf Sichtungen
Staubige, kontrastreiche Szenerien
Regenzeit (ca. November–April):
Weite, grüne Landschaften
Tiere nicht auf Wasserlöcher angewiesen
Mehr Zufall, weniger Garantie
Weniger Touristen, ruhigere Atmosphäre
Fazit: Die Trockenzeit ist ideal für klassische Wildlife-Sichtungen. Die Regenzeit hingegen belohnt Geduld, Offenheit – und ein Gespür für Atmosphäre statt Checklisten. Oder anders gesagt: Nicht jede Safari muss „effizient“ sein – manche dürfen einfach echt sein.
Sieh dir auch meine anderen Beiträge an. Ich hoffe, dieser Beitrag hat dir gefallen. Was ist dir persönlich noch wichtig? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar oder ein Gefällt-Mir.
Bis zum nächsten Mal,
Joris
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