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Die Azoren. Ein Dschungelparadies mitten im Atlantik

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Über Weihnachten auf die Azoren? Gute Idee! Aber Moment mal...

"Azoren, da kommt doch immer das gute Wetter her, oder?"

Das Azorenhoch kennst Du vielleicht aus der Wettervorhersage... aber wo liegen die Azoren? Wo kommt das Wetter her?

Die Azoren sind eine autonome Inselgruppe und gehören zu Portugal. Außerdem liegen sie nur einen Katzensprung weit vom europäischen Festland entfernt... etwa 1400km um genau zu sein.

Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs und sehr bewachsen. Auf verschiedenen Höhenlagen kann man die unterschiedlichen Vegetationszonen erkennen. Das Landschaftsbild könnte nicht schöner sein (wenn man auf Grüntöne steht, so wie ich).


Inhalt

 
 

Anreise:

Mit der portugiesischen Airline TAP sind wir von Frankfurt über Lissabon geflogen, und dann weiter nach Ponta Delgada. Zu anderen Jahreszeiten gibt es aber auch Direktflüge. Man fliegt etwa 3 Stunden nach Lissabon und dann noch einmal knapp 2,5 Stunden nach Sao Miguel.


Unterkunft:

In einem kleinen, gemütlichen AirBnB waren wir unter gebracht - Küchenzeile, Badezimmer und Bett, alles was man braucht. Im Sommer hätten man auch gut den Garten nutzen können und sich dort ein Picknick zubereiten.

Bewusst haben wir uns für eine zentrale Lage etwa in der Inselmitte entschieden, so ist man flexibel bei den Tagesausflügen. Bis zu einem Ende der Insel waren es etwa 1 Stunde Fahrzeit.


Fortbewegung:

Den Mietwagen haben wir direkt am Flughafen abgeholt, Ilha Verde heißt der Anbieter. Einer neben den anderen gängigen wie Sixt, Avis und Co.

Achte beim Abschluss auf eine Unterbodenversicherung!! Direkt am ersten Tag sind wir ganz übel aufgesetzt (hoffentlich liest unser Vermieter jetzt nicht mit..), beim Herausfahren auf die Straße von unserer Unterkunft.

Mit der kleinsten Wagenklasse kamen wir sonst aber bestens Zurecht.

Pass beim Tanken auf, einige Tankstellen, sofern sie geschlossen sind, akzeptieren nur heimische Geldkarten. Lieber auf Nummer sicher gehen und rechtzeitig eine Tankstelle aufsuchen - diese gibt es aber ausreichend.

Es gibt auch öffentliche Verkehrsmittel, aber das kam für uns nicht in Frage. Taxi brauchten wir nur am Tag der Abreise, als wir von unserer Unterkunft wieder zum Flughafen mussten. Die Preise sind verhältnismäßig günstig, für etwa 15-20 Minuten zahlten wir knapp 10€.

Das Thema Inselhopping kam für uns auch nicht in Frage: Im Winter werden keine Fähr-Fahrten angeboten und fliegen wollten wir auch nicht.


Klima:

Das Wetter auf den Azoren ist sehr wechselhaft und die Prognosen sind nicht unbedingt zuverlässig. Eins ist aber sicher: stell dich lieber auf starke Winde und Regen ein. Vor allem auch auf Nebel. Wenige Momente nach der ersten Aufnahme zog schon der Nebel auf und ließ mir keine Chance mehr auf den tollen Ausblick.

Ansonsten ist aber auf jeden Fall auch T-Shirt Wetter dabei, besonders wenn man sich

aktiv beschäftigt.


 

Sehenswürdigkeiten:

Wem Wanderungen durch den Dschungel noch nicht sehenswert genug sind, kann zahlreiche Wasserfälle besichtigen, von diversen Spots auf die Kraterseen blicken oder in den heißen Thermalquellen relaxen.

Die steilen Passstraßen, geschmückt mit Hortensien müssen während der Blütezeit wunderbar aussehen, leider waren wir etwas spät dran.

Gefühlt gibt es alle paar Meter tolle Rastplätze, die Grillmöglichkeiten bieten und gleichzeitig einen tollen Ausblick auf das Meer, Wasserfälle oder Parks.

Nachfolgend ein paar Impressionen:

 

Aktivitäten:

Ganzjährig kann man zwischen den Inseln Wale beobachten, diverse Tourenanbieter fahren mit Euch raus. Auch die Unterwasserwelt kann erkundet werden: Tauchkurse oder Schnorchel-Equipment wird angeboten. Ebenfalls gibt es einige Stellen, an denen man gut surfen kann.

Um die großen Vulkankrater gibt es toll angelegte Wanderwege, diese führen einen immer an geniale Aussichtspunkte - sofern nicht gerade wieder Nebel aufzieht ;)

Wem alles etwas zu viel wird, der entspannt sich einfach in der heißen Thermalquellen.

Mit allen Meeresaktivitäten hatten wir weniger Glück, aber mit den Wanderungen umso mehr.

 

Grená:

Besonders gut gefallen hat uns der Grená Park. Obwohl der Park künstlich angelegt ist, macht es sehr viel Spaß ihn zu durchwandern und seine Attraktionen zu entdecken. Eine historische Vergangenheit hat den Park gezeichnet. Wer mehr darüber erfahren möchte kann sich hier belesen.

Mehrere Wasserfälle, bei gutem Wetter Sicht auf den Furnas See und eine fabelhafte Atmosphäre. Außerdem kommt man an einem beeindruckenden Lost Place vorbei, dem Casa Grená.

Damit einem beim Erklimmen der Treppenstufen nicht langweilig wird, habe die Betreiber jede hundertste Stufe markiert - etwa 600 sind es am Ende. Ein wenig körperliche Fitness solltest du also schon mitbringen.

Der Eintritt in den Park ist übrigens nicht gratis. Schon wenn man nur auf den Parkplatz des Sees fährt werden einem 3€ abgenommen, für den Park selbst muss man nochmal 10€ bezahlen, bekommt die 3€ Parkgebühr aber erstattet.

Einen Vorgeschmack gibt es hier:


 

Ilhéu de Vila Franca do Campo:

Auf meiner Liste stand es, unbedingt diese etwas unwirkliche Insel von oben zu sehen:

Von der kleinen Hafenstadt Vila Franca do Campo fahren üblicherweise auch mehrere Fähren zu der etwa 500m vom Festland entfernten Insel. Als das Wetter es mal gut mit uns meinte entschied ich mich aber für die Drohne.

Die kleine DJI Mini 2 musste gegen starken Wind ankämpfen, aber hat es letztendlich geschafft die Insel zu erreichen.

Im Sommer hier den Tag zu verbringen und von morgens bis abends zu schnorcheln muss traumhaft sein.


Drohne fliegen:

Drohne und Portugal ist übrigens mit Vorsicht zu genießen. Grundsätzlich haben die Portugiesen nichts gegen die Drohnen, doch man muss die Flüge vorher bei der Luftfahrtbehörde und wie hier in dem Fall bei Flügen über das Meer auch bei der zuständigen Marine beantragen.

Das klingt erst etwas kompliziert, aber wenn man den Dreh einmal raushat, dann geht es ganz easy. Bei der AAN kann man sich kostenfrei ein Konto anlegen und hinterlegt dort alle erforderlichen Daten. Ist das geschehen, bekommt man per Mail ein Formular, das man unterschreiben wieder zurückschicken muss.


Achtung: Unterschrieben und eingescannt reicht nicht. Entweder nutzt du ein offizielles Signatur-Verfahren, welches in der Regel eine erhebliche Gebühr kostet, oder du druckst das Schreiben aus und schickst es unterschrieben per Post an die Adresse. Das ist das komplizierteste da dran. Sobald dein Konto freigeschaltet ist kannst du, besser gesagt solltest du wenn du Strafen umgehen möchtest, deine Gebiete, in denen du Aufsteigen willst, angeben. Ist etwas mühselig, aber man kann ganze Regionen angeben und muss das nicht Koordinaten-genau machen. Die Anträge werden erst ein paar Wochen vor dem beantragten Datum bearbeitet, also nicht wundern.

Solltest du Hilfe brauchen, dann schreib mir gerne und ich helfe dir gern.

 

Kosten:

Die große Preisfrage:

"Mit welchen Kosten kann ich rechnen?"

Nun, das hängt natürlich sehr von deinen Ansprüchen ab. Möchtest du dich in einem Hotel verwöhnen lassen und gehst 2-3 mal am Tag essen oder hast du nach einem anstrengendem Tag noch Lust abends zu kochen?

Grundsätzlich haben wir aber festgestellt, dass die Kosten für Mietwagen und Unterkunft unter unseren Erwartungen lagen.

Für eine Nacht in unserem AirBnB haben wir nicht ganz 50€ bezahlt und das Auto kostete ca. 20€ am Tag inklusive der Versicherung.

Das Einkaufen in einem Supermarkt ist mit den Preisen in Deutschland vergleichbar, genau wie Benzin auch.

Da wir uns entschieden haben, an einem der Weihnachtstage nicht selbst zu kochen, waren wir Mittagessen in einem Restaurant. Da wir die restliche Zeit uns selbst versorgt haben konnten wir es uns dort auch mal gut gehen lassen.

Whale Watching ist wetterbedingt ausgefallen - leider.

  • Flüge 900€

  • Übernachtung 48€/Nacht

  • Mietwagen 20€/Tag

  • Benzin 60€

  • Verpflegung 240€

  • Restaurant 80€

  • Eintrittspreise 40€

  • (Whale Watching 110€)

Preise für 2 Personen, also solltest du für 8 Tage mit 1000€ p.P. rechnen, da wir recht sparsam waren und auch nicht zur Hauptsaison gereist sind. Wenn du rechtzeitig deinen Flug buchst, dann bekommst du nicht nur möglicherweise einen Direktflug, sondern auch einen deutlich günstigeren. Die Airlines nehmen sich gerne einen Weihnachtszuschlag ;)

Wenn man nicht mit der Bahn zum Flughafen anreist, dann darf man die Parkgebühr auch nicht vergessen.


Fazit:

Also.... mich haben die Azoren, Sao Miguel besser gesagt, richtig geflasht. Und ich kann mir gut vorstellen auch zeitnah nochmals dorthin zu gehen. Es gibt ja noch 8 weitere Inseln zu erkunden.

Für die Jahreszeit und die eingeschränkten Möglichkeiten an Aktivitäten waren 8 Tage einfach perfekt. Wer sich aber auch mal die Ruhe antut und gegebenenfalls etwas mehr relaxen will, dem könnten auch 10-14 Tage gut tun.

Man muss aber berücksichtigen, dass die Besucherzahlen während der Zeit der Pandemie deutlich gemindert sind als üblich.


Du möchtest etwas für meine Kaffeekasse da lassen?


Danke fürs Vorbeischauen und bis zum nächsten Mal,

Joris.

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