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5 einfache Tipps, wie du garantiert scharfe Fotos bekommst!

Wer kennt es nicht. Du bist draußen unterwegs zu einem Fotospot und machst deine Bilder. Checkst einmal kurz die Ausbeute auf deiner Kamera und gehst wieder zufrieden nach Hause. Am Computer erwartet dich dann die böse Überraschung: Total unscharf, Fokus verfehlt, verwackelt.

Selbst für Photoshop ist das eine Nummer zu groß. Da hilft nur Kameratasche packen und nochmal los. Oder aber von Anfang an alles richtig machen!





Fokusmodus:

Allgemein unterscheiden wir zwischen manuellem und automatischem Fokus. Beim Automatik-Modus gibt es aber noch Unterschiede. Wenn du bewegliche Motive fotografieren willst, dann nutze immer den AF-C Modus (Continuus), bei Landschaften entweder fokussierst du entweder manuell oder mit dem AF-S Modus (Still).




Fokusfeld:

Hier legst du fest, in welchem Bereich deine Kamera fokussieren soll. Dies kann entweder ein kleiner Spot, die Mitte oder das gesamte Feld sein.

Verwende den Spot-Fokus, um der Kamera es einfacher zu machen, den Fokus zu treffen, wo du ihn auch haben willst.


flexibler Spot - bequem mit dem Joystick verschieben


Belichtungszeit:

Die Belichtungszeit ist ein ganz entscheidender Faktor. Belichten wir zu kurz, besteht die Gefahr von Unterbelichtung oder Bildrauschen - belichten wir zu lang, kann es zu Bewegeungsunschärfe oder Verwacklern kommen.

Verwackler kannst du ganz einfach mit deinem Stativ ausgleichen oder allgemein diese Faustregel verwenden: 1/Brennweite. Hast du ein 24mm Objektiv drauf, dann fotografiere nicht länger als mit einer 1/25 Sekunde. Und anders herum, hast du bewegliche Objekte, Menschen zum Beispiel bei einer Hochzeit oder einer Veranstaltung, dann bist du mit 1/320s sicherlich gut bedient. Tiere sind da unkontrollierbarer und schneller unterwegs: gehe da lieber auf 1/640s oder schneller.

Bei diesen Beispielen etwa, sieht man an der Bewegung der Pfote des Hundes, dass die Belichtungszeit zu lang gewählt ist. Beim Surfer hingegen ist mit 1/2000 Sekunde der Moment eingefroren.


Ein Hundwelpe schleckt eine Hand ab
1/100s - f/1.4 - ISO 1250

Ein Surfer beim Wellenreiten
1/2000s - f/2.8 - ISO 250


Blendenöffnung:

Je weiter die Blende deines Objektivs geöffnet ist, desto geringer ist die Tiefenschärfe. Also der Bereich in deinem Bild, der scharf ist. Wenn du zum Beispiel immer auf der maximalen Blendenöffnung fotografierst, dann wirst du immer nur einen kleinen Teil deines Bildes im Fokus haben. Blende etwas ab, viele Objektive haben einen sogenannten "Sweet-Spot" an dem sie am schärfsten sind. Oftmals ist die Abbildungsleistung zwischen f/8-f/11 am höchsten.

Es gibt natürlich auch Situationen, in denen du nicht das gesamte Bild im Fokus haben möchtest. Bei Porträts zum Beispiel sollte der Fokus auf dem Auge der Person sitzen, während der Vor- und Hintergrund etwas verschwimmt.


Wellen treffen auf Felsen an einem Strand.
f/3.5 - der Hintergrund ist unscharf
Wellen treffen auf Felsen an einem Strand.
f/11 - nahezu alles im Bild ist im Fokus und scharf


Abstand zum Motiv:

Ja, auch der Abstand spielt eine große Rolle. Alle Objektive haben eine gewisse Naheinstellgrenze, das beschreibt den Abstand, den du mindestens haben musst, damit deine Kamera das Motiv erkennen und fokussieren kann. Besonders bei Makro-Bildern ist das wichtig, dass du nah genug herankommst. Solltest du kein wirkliches Makro-Objektiv haben, dann bieten einige Objektive die Möglichkeit, besonders nach heranzugehen und ein Makro-ähnliches Bild zu bekommen.


Eigenschaften eines Objektivs
Der Mindestabstand zum Motiv beträgt hier 0.8m


Ich hoffe, diese Tipps helfen dir, deine Bilder garantiert scharf zu bekommen. Wenn dir dieser Beitrag gefällt, dann freue ich mich über ein Feedback oder du darfst mir auch gerne etwas für die Kaffeekasse da lassen, damit in Zukunft auch weitere hilfreiche Beiträge entstehen können.


Bis zum nächsten Mal,

Joris.

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